Sanierung Schloss Severin . MVP

Auftraggeber: privat
Leistungen: Entwurf, Genehmigung, Baudurchführung
Bauphase
Fertigstellung: IV Quartal 2010


Im Frühjahr 2008 erwarben private Bauherren aus Stuttgart das Objekt "Schloss Severin". Das Gebäude, das in seiner Struktur erhalten und als Wohnhaus genutzt werden soll, ist ein im Stil der Neorenaissance in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts errichteter Backsteinbau.

Das Gut erfuhr im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Besitzerwechsel. So werden im Jahre 1309 die von Brüsewitz und das Kloster Dobbertin als Besitzer genannt, im 17. Jahrhundert die Familie von Grabow, 1722 Gustav Ludwig von der Lühe, 1746 Hans Ulrich von Quitzow, ab 1872 Carl Paul Neckel, ab 1898 Karl Ernst von Meyen und ab 1900 Otto Rieck. Einer der letzten Besitzer war Günther Quandt, der erste Ehemann von Magda Goebbels. Nach 1945 diente das Herrenhaus vorerst als Unterkunft für Flüchtlinge, später als Wohnhaus und als Bildungseinrichtung des Kulturbundes der DDR. Die kulturelle Nutzung durch die Schweriner Kulturakademie währte bis 1996. Danach stand das Gebäude leer und war dem Verfall preisgegeben. Seit 2002 befindet es sich wieder in Privateigentum.

Das 740 Jahre alte Dorf Severin liegt nordwestlich der mecklenburgischen Stadt Parchim und rund 27 km südöstlich von Schwerin, der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern. 1983 gab es für das Dorf Severin durch die erneute Bildung einer eigenständigen politischen Gemeinde mit ihrer Volksvertretung einen neuen Anfang. Lebten 1991 ca. 252 Einwohner in der Gemeinde, so sind es zum jetzigen Zeitpunkt ca. 300 Bewohner. Severin liegt in einer landschaftlich reizvollen Gegend an den nordöstlichen Ausläufern der Lewitz. Das Landschaftsschutzgebiet ist fast 20 x 20 km groß. Wiesen, Wald, Karpfenteiche und unzählige Kanäle bestimmen diese von Menschenhand maßgeblich bestimmte Kulturlandschaft. Das Gebiet der Lewitz erstreckt sich im Südwesten Mecklenburgs südlich von Schwerin zwischen den Orten Crivitz, Parchim, Neustadt-Glewe und Banzkow.